fbpx

Kein Spardruck auf dem Buckel des Gesundheitspersonals

 

Die öffentlich-rechtlichen Spitäler kommen immer mehr unter Druck. Die heute im Grossen Rat zur Kenntnis genommenen Rechnungen verdeutlichen dies. Als Folge davon drohen für die Zukunft weitere Effizienzmassnahmen zu Lasten der Arbeitsbedingungen des Personals. Der bereits reale Fachkräftemangel würde dadurch weiter verschärft. Die ebenfalls drohenden Nullrunden im Rahmen der jährlichen Lohnentwicklung (siehe offener Brief des VPOD) würden diese Dynamik zusätzlich verstärken.

Der Verein «Gesundheit für alle» zeigt sich zutiefst besorgt über diese Entwicklung. Der Fachkräftemangel bedroht die Versorgungssicherheit und die Qualität unserer Gesundheitsversorgung. Mit den Erfahrungen aus der Corona-Krise dürfen sich deshalb die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen auf keinen Fall weiter verschlechtern.

Damit sich die Spitäler aufgrund ihrer finanziellen Lage nicht aus der Verantwortung stehlen können, unterstützt der Verein «Gesundheit für alle» die Standesinitiative, welche der Grosse Rat heute nach Bundesbern geschickt hat. Im Gegenzug erwartet der Verein, dass weder künftige Effizienzgewinne noch finanzielle Folgen durch die Corona-Pandemie zu Lasten des Personals gehen.

«Gesundheit für alle» möchte in aller Deutlichkeit betonen, dass wir für eine gute Gesundheitsversorgung nicht zuletzt zwingend auf Fachkräfte angewiesen sind. Hierfür braucht es aber nicht nur genügend Ausbildungsplätze sondern auch gute Arbeitsbedingungen, welche das Gesundheitswesen zu einem attraktiven Arbeitsort machen. Denn: Klatschen allein reicht nicht.